Restday in Motala

Der Fahrrad-Fernkurier

Eine umweltschonende Alternative zum klassischen Versanddienstleister

Restday in Motala

Ich sitze hier und trinke Bier und reime Reime dir. Oder so. O.o

Ja, tatsächlich sitze ich jetzt am Vättern, genieße die Ramen wie immer, lese ein Buch, trinke alkoholfreies Bier, einfach weil es mich angelächelt hat, snacke Tomaten, beobachte den Regen der im Süden sich abregnet und leider auch, wie sich die Sonne hinter einer anderen Wolke zurück zieht. Das ist okay ich habe mir den ganzem Tag die Sonne ins Gesicht strahlen lassen. Nicht auf den Bauch, wie es jetzt bei den Wide Guys wäre.

Was ist heute passiert? Ruhetag! Um 0 Uhr ins Bett und bis 8 Uhr schlafen, dann will mein Körper das ich zur Toilette verschwinde. 😄 Shit happens. ^^ Ich verplemper Zeit mit Frühstück und erkunde den Zeltplatz, frage nach ob es auch Stellplätze ohne Strom gibt, weil ich online nur mit buchen konnte und entscheide dann, dass mir die drei Euro weniger für eine Nacht den Aufwand nicht Wert sind umziehen. Dazu ist meine Lage gerade einfach zu nice. 😄

Btw. einen Pumptrack habe ich auch noch nie auf nem Zeltplatz gesehen. 😅

Ansonsten bin ich heute mit Franzi in Motala verabredet, wenn auch etwas zu spontan und ungeplant, aber das passt schon irgendwie. Eine kleine Sightseeing Tour bekommen wir zusammen, Pizza gibt’s zum Mittagessen, gehen Wandern und final noch an den Strand vom Vättern. Alles in allem eine schöner Tag. 🥰 Die Sonne strahlt und die Welt ist schön um mich herum. Viel zu erzählen gibt es auch, von Arbeit über Ziele, Freundschafr und wie immer Gott und die Welt ist alles dabei. Ein kurzer Schock moment am Abend, da mein Telefon sind nicht finden lässt, aber es ist alles gut, schwarze Filztaschen tarnen sich gerne auf dunklen Autoteppichen. 😬

Was ist mir heute noch klar geworden, 150km Trips pro Tag sind hart, aber machbar und alles darüber aktuell wirklich nicht meins. Die Vätternrundan will ich trotzdem fahren, da sehe ich Ausnahmen, aber mehrtägige unsupported Rennevents sehe ich aktuell nicht auf meiner Liste. Mehrere Gründe haben dazu jetzt geführt:

  • Aktuell ist sitzen im Sattel echt ungeil und die Hände leiden wohl auch unter der eher unguten Sitzsituation. Lösbar und hat mit Frank ans Nordkapp ja auch gut hingehauen.
  • Zeit konsumierd. Die 200 gestern waren wirklich lange. 9h+ Bewegung und noch mehr mit Pausen. Ist für mehrtägige Events halt einfach nur nervig. Stress beim Abbau und irgendwie auch Abends, weil man etwas finden muss zu pennen. Das Setup / die Ausrüstung die ich dabei habe machen Wildzelten auch gerade eher weniger attraktiv, das war mit Frank besser.
  • Nahrungsaufnahme ist mit einer Art Zeitdruck, weil man will ja Kilometer machen, nervig. Irgendwie nur Snacks und ungeiles Brot, auch das habe ich schon besser hinbekommen.
  • Irgendwie gerade stressig. Ich hab kein klares Ziel, auch irgendwie ein lösbares Problem.

Ich weiß nicht, es klingt alles nach lösbaren Problemen und trotzdem ist es irgendwie nicht die schönste Art wie ich in den letzten Tagen gereist bin. Wenig, ich halte hier an oder les hier ein paar Seiten meines Buches und esse Nebenbei. Mir ist jetzt aus zwei Gründen klar, warum ich, wir vorher in meinem Gehirn sich festgesetzt hat, nicht an den Nordkapp 4000 Teilnehmen wollen würde. Die obengenanntem Gründe und der Fakt, dass es eine Reise ist, die man macht um da mal hoch zu kommen. Diese Reise hatte ich bereits. Der Tag kommt nochmal, dass ich da hoch fahre, doch dieses Event ist es nicht.

Vielmehr sollte ich mich auf meine vorherigen Ziele konzentrieren, der westlichste und südlichste Punkt vom europäischen Festlands. Vielleicht nur hin und zurück nicht geradelt. Mehr Ziel fokussiert und dann nicht die selbe Zeit wieder zurück eumeln ohne Ziel und nur mit halbem Verstand. Klar, der Weg ist auch irgendwo das Ziel, aber 1 1/2 Monate zurück wie beim Nordkapp waren schon anstrengend, auch wenn es schön war. Genug Zeit für Qualität einplanen und es wie der Brite machen und mir eine Karte an die Wand kleben und anmalen, wie ich schon wo gefahren bin und dann später daran Ziele und Routen definieren.

Der Tag hat wirklich geholfen!

Morgen geht es noch nach Linköping und dann ganz entspannt zurück nach Trelleborg. Qualität statt Quantität, vielleicht schaue ich nochmal in Schwerin vorbei oder so. Who knows. Die Freiheit zu haben kann auch wirklich schön sein. Nur sollte man sie nicht überstürzen und ohne ein Ziel und ohne Qualität drauf los fahren.